Jetzt ist es offiziell – Die 3Dsurvey cloud ist online!
Viele von Euch nutzen 3Dsurvey Cloud schon länger im Alltag – jetzt ist es offiziell: raus aus der Beta, rein in den produktiven Betrieb. Heißt für Euch ganz praktisch: Der Cloud-Viewer ist kein „nice to have“ mehr, sondern ein voll unterstützter Bestandteil des 3Dsurvey-Workflows.
Der Kernnutzen bleibt (und wird besser): Projekt in 3Dsurvey fertigstellen → direkt hochladen → per Viewer teilen. Eure Kunden brauchen dafür keine eigene 3Dsurvey-Lizenz, sondern können Ergebnisse einfach im Browser anschauen und prüfen. Damit fällt dieses ewige Datei-Pingpong (ZIPs, riesige Punktwolken-Downloads, „kann ich nicht öffnen“) endlich weg.
Neu bzw. jetzt besonders spannend für die Abgabe: Ihr könnt über die Cloud nicht nur Modelle zeigen, sondern auch Volumenberechnungen sowie Profil-/Schnittlinien sauber mit ausliefern. Gerade bei Erdbau, Deponie, Kieswerk, Baufortschritt oder Massenkontrolle ist das Gold wert: Ergebnis teilen, Rückfragen sparen, schneller zur Freigabe.
Und wenn Ihr Eure Ergebnisse „schick“ präsentieren wollt: Der Viewer lässt sich auf der eigenen Website einbetten – ideal für Projektseiten, Referenzen oder interne Projektportale.
Wichtig für die Planung: Bei aktivem Support/Upgrade bzw. Abo sind 75 GB Cloud-Viewer-Speicher inklusive. Wenn Ihr viel parallel teilt (mehrere Kunden, viele Projektstände, große Punktwolken/Orthos), merkt Ihr schnell, warum Cloud-Storage plötzlich ein echtes Thema wird.
Punktlandung statt Punktchaos: So sitzen Deine Passpunkte perfekt
In der Welt der Drohnenvermessung und Photogrammetrie sind gute Passpunkte (Ground Control Points, kurz GCPs) wie die Linienrichter am Spielfeldrand: Man bemerkt sie erst, wenn sie fehlen oder falsch liegen – aber ohne sie wird das Ergebnis schnell schief. Wer präzise Punktwolken und zentimetergenaue Modelle liefern will, muss bei der Auslegung der Punkte strategisch vorgehen.
Damit Deine Punktwolken halten, was sie versprechen, haben wir hier die wichtigsten Tipps aus der Praxis zusammengefasst.
1. Denk wie ein Platzwart: Die Verteilung entscheidet
Ein häufiger Fehler ist das „Zusammenklumpen“ von Passpunkten in der Mitte des Projekts. Für eine stabile Georeferenzierung musst Du das Feld großflächig abstecken.
Die Geometrie muss stimmen: Die Punkte gehören in die Mitte des Gebiets, aber vor allem in die Ecken.
Ränder nie vergessen: Ein Modell ohne Passpunkte an den Rändern neigt zum „Schüsseln“ (Verbiegen an den Kanten). Denke großflächig und rahme Dein Projekt förmlich ein.
2. Kontrast ist alles: Immer schön sichtbar bleiben
Der beste Passpunkt nützt nichts, wenn er in der Software nicht eindeutig identifiziert werden kann. Sichtbarkeit spart Zeit – sowohl draußen im Feld als auch später bei der manuellen oder automatischen Markierung am Rechner.
Dunkler Asphalt oder Waldrand? Hier ist Gelb/Blau die ideale Kombination. Der Kontrast sticht auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen hervor.
Heller Untergrund oder Beton? Hier ist das klassische Schwarz/Weiß-Schachbrett Deine erste Wahl.
3. Aus mehreren Perspektiven denken
Ein Passpunkt ist kein statisches Objekt, sondern muss aus der Luft „verstanden“ werden. Damit die Software die Tiefe und Lage perfekt berechnen kann, sollte jeder Punkt aus verschiedenen Blickwinkeln angeflogen werden. Nur durch eine hohe Überlappung und unterschiedliche Sichtachsen entfalten die GCPs ihre volle Genauigkeit im 3D-Modell.
Profi-Equipment für alle, die ihre Arbeit ernst nehmen:
Die CADdy GCPs – Unsere besten Passpunkte aller Zeiten
Wer einmal bei Windstärke 5 versucht hat, schlaffe Planen-Passpunkte mit Steinen zu fixieren, weiß: Stabiles Material ist durch nichts zu ersetzen. Unsere CADdy GCPs wurden direkt aus der Vermessungspraxis für Profis entwickelt.
Die harten Fakten:
Material: Extrem robustes, 4 mm starkes Aludibond (kein Verbiegen, kein Flattern).
Format: 50 × 50 cm – die perfekte Größe für gängige Flughöhen (Sondergrößen auf Anfrage).
Wende-Design: Zwei Seiten, volle Flexibilität. Schwarz/Weiß-Schachbrett für helle Flächen, Gelb/Blau für dunkle Untergründe.
Stabilität: Diese Scheiben liegen wie festgenagelt, wo andere wegrutschen.
Smart Features: Spezielle Markierungen für CADdy-Quick-Stands™ und Emlid-Empfänger sorgen für ein blitzschnelles Zentrieren beim Einmessen.
Branding: Wir packen natürlich EUER Logo direkt auf die Scheiben – für einen professionellen Auftritt beim Kunden.
Unser Spezialpreis:
250,-€222,– € netto / 10er-Set(zzgl. MwSt. und Versand)
Einpacken, einmessen, erledigt – so geht Präzision heute. Werde Teil der Elite und sorge für fehlerfreie Ergebnisse bei jedem Flug.
Wie präzise arbeiten Drohnen bei der Photogrammetrie? Wir haben die Genauigkeit verschiedener DJI-Modelle untersucht – mit besonderem Fokus auf Rolling vs. Global Shutter, RTK-Einfluss und Flugstrategien.
Zielsetzung
In der ingenieurgeodätischen Praxis spielt die Genauigkeit photogrammetrisch erfasster Punktwolken eine zentrale Rolle. Ziel dieses Projekts war es, die Leistungsfähigkeit und Genauigkeit verschiedener Drohnenmodelle bei der Erstellung von 3D-Punktwolken zu bewerten.
Im Fokus standen:
Unterschiede durch Kameratechnologie (Global vs. Rolling Shutter)
Einfluss eines RTK-Moduls
Auswirkungen unterschiedlicher Flugmuster und Höhen
Technischer Hintergrund: Shutter-Arten
Rolling Shutter (z. B. DJI M3T, M4T): Die Sensorzeilen werden nacheinander ausgelesen. Bei Bewegung entstehen dadurch Verzerrungen – besonders bei schnellen Flügen.
Global Shutter (z. B. DJI M3E, M4E): Das gesamte Bildfeld wird gleichzeitig belichtet. Dadurch entstehen nahezu keine Verzerrungen – ein entscheidender Vorteil bei präziser Vermessung.
Testaufbau & Versuchsreihen
Die Tests wurden an mehreren Tagen unter identischen Bedingungen durchgeführt. Insgesamt wurden über 60 Flüge durchgeführt, berechnet und ausgewertet. Jedes Modell absolvierte Flüge in:
20m und 40m Flughöhe AGL
langsamer (0,5 m/s) und schneller (> 6 m/s) Geschwindigkeit
Nadir-Modus (senkrecht)
Ausgewertet wurden die Messdaten in 3Dsurvey und DJI Terra.
Zusätzliche Versuchsreihen:
RTK aktiv vs. RTK deaktiviert
Rolling vs. Global Shutter (M3T vs. M3E)
POI-Flug (Drohne umkreist Objekt)
Geneigte Kamera (75° statt 90°)
Smart-3D-Modus
Oblique-Flug (5 Seiten)
Zeitintervall vs. Distanzintervall-Aufnahme
Getestete Modelle
Modell
RTK-Modul
Shutter
Modelljahr
DJI M3T
Nicht angebaut
Rolling
2022
DJI M3E
Ja
Global
2022
DJI M4T
Ja (DJI)
Rolling
2025
DJI M4E
Ja (DJI)
Global
2025
DJI Mini 3 Pro
Nein
Rolling
2023
Ergebnisse – Genauigkeit in Zahlen
Modell
Slope Dist. [m]
2D Dist. [m]
Height Difference [m]
M3T
0,577
0,585
0,178
M3E
0,027
0,028
0,018
M4T
0,131
0,094
0,408
M4E
0,021
0,020
0,040
Mini 3 Pro
0,737
0,736
0,143
Ergebnis: Die Global-Shutter-Modelle (M3E, M4E) liefern Abweichungen von nur wenigen Zentimetern (ca. 2cm). Rolling-Shutter-Drohnen weichen bei schlechten Bedingungen (hohe Fluggeschwindikeit) oft mehr als 0,5m ab! Ähnliche Genauigkeiten konnten nur bei sehr langsamen Flügen unter 0,1m/s festgestellt werden.
Boxplot-Diagramme der Messergebnisse von DJI M4T und M4E. Auffällig sind hier die Ausreißer bei der M4T, während die M4E durchweg hohe Genauigkeitswerte lieferte – auch bei hohen Fluggeschwindigkeiten. Das spricht klar für die Global-Shutter-Technologie, denn sonst sind die Bedingungen absolut identisch!
Einfluss von RTK
Der Vergleich zwischen Flügen mit und ohne RTK zeigt: Mit aktivem RTK sinken die Abweichungen deutlich. Ohne RTK traten ca. 20% höhere Ungenauigkeiten auf. In der Höhengenauigkeit sind die Unterschiede weitaus gravierender (ca. 3cm vs 9cm).
Einfluss der Flugplanung
POI-Flüge zeigten die schlechtesten Ergebnisse.
Langsamflüge (≤ 0,5 m/s) verbesserten die Genauigkeit deutlich – besonders bei Rolling-Shutter-Drohnen.
Schrägaufnahmen (Oblique-Flüge) erhöhten die Höhengenauigkeit.
Der Unterschied zwischen 20 m und 40 m Höhe war bei aktiviertem RTK gering, ohne RTK jedoch deutlich spürbar.
Interpretation & Empfehlungen
Rolling Shutter → nur eingeschränkt geeignet für hochpräzise Vermessung.
Langsame Fluggeschwindigkeit kann Fehler reduzieren.
Global Shutter + RTK → liefert die besten und konstantesten Ergebnisse.
Schrägaufnahmen (statt nur Nadir-Bilder) verbessern die Höhenauflösung.
Vertikale Genauigkeit bleibt naturgemäß etwas schlechter als die horizontale (GNSS-Limitierungen).
Fazit
Für professionelle Vermessungszwecke sind Global-Shutter-Drohnen mit RTK (wie die DJI M3E und M4E) uneingeschränkt zu empfehlen.
Rolling-Shutter-Drohnen (z. B. M3T, M4T) nur bedingt geeignet
Mini 3 Pro liefert für Hobby- oder Grobaufsätze akzeptable, aber nicht präzise Ergebnisse
Die optimale Genauigkeit lag bei etwa ±3 cm (Global Shutter-Drohne mit RTK im Langsamflug, gute Lichtverhältnisse)
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